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Neurodermitis
Wissenswertes zu Neurodermitis

Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass Neugeborene mit einem hohen Risiko an einer Allergie zu erkranken, geschützt werden können, wenn sie mindestens ein halbes Jahr von der Mutter gestillt werden. Müttern wird zudem angeraten während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes den Kontakt mit Tabakrauch zu meiden. Viele Betroffene erleiden aufgrund ihrer eigenen oder der Erkrankung ihres Kindes psychische Probleme und Stress. Auch hier sollten sich Betroffene dringend Hilfe suchen, da psychischer Stress Neurodermitis auslösen oder verschlimmern kann. Die bei Entzündungen im Rahmen der Neurodermitis oft verschriebenen Kortisonpräparate können durch andere Präparate ersetzt werden, die die Haut schonen.

Wissenswertes zu Neurodermitis

Sind werdende Eltern allergisch vorbelastet oder leiden selbst an Neurodermitis, können sie einige Dinge beachten, die die Entstehung von Neurodermitis bei ihrem Kind unter Umständen verhindern helfen. So wird Müttern angeraten, ihr Kind mindestens über die Dauer von einem halben Jahr zu stillen. Zudem sollten in dieser Zeit weder feste Nahrung, Säuglingsnahrung noch solche die Kuh- oder Sojamilch enthält zusätzlich gegeben werden.

Der Kontakt mit Tabakrauch sollte sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt und während des Stillens zur Vorbeugung von Neurodermitis dringend vermieden werden. Die Vermeidung des Kontakts mit Haustieren mit Fell oder Federn sowie eine milbenfreie Umgebung schützen das Kind vor allergischen Reaktionen. Zwar ist wissenschaftlich nicht zweifelsfrei erwiesen, dass diese Maßnahmen die Entstehung von Allergien oder Neurodermitis sicher verhindern, doch mehren sich die Hinweise, dass sie eine vorbeugende Wirkung haben.

Zwiebel-Look gegen Schwitzen und Juckreiz

Von Neurodermitis Betroffene leiden insbesondere unter Juckreiz, der sich verschlimmert, wenn die Haut feucht ist und schwitzt. Kleidung nach dem Zwiebelprinzip sowie auch Kleidung, die mit Silberpartikeln beschichtet ist kann helfen, Schwitzen zu verhindern.

Neurodermitis als psychische Belastung

Neurodermitis und der ständige Juckreiz bei sich selbst oder den Kindern kann Menschen belasten, was ebenfalls, wie das Kratzen, einen Teufelskreis in Gang setzen kann. Ist der Betroffene Stress ausgesetzt, macht sich Vorwürfe, weil er seinem Kind nicht helfen kann oder leidet er unter anderen psychischen Belastungen, etwa einer Depression aufgrund der Sichtbarkeit der Symptome, sollte er sich Hilfe holen.

Stress ist ein wichtiger Triggerfaktor für die Entstehung von Neurodermitis und kann die Entwicklung von Neurodermitis erheblich verschlimmern. Eltern, deren Kinder an Neurodermitis erkrankt sind, sollten sich immer wieder bewusst machen, dass sie nicht Schuld an der Krankheit ihres Kindes sind. Schuldgefühle können zu übertriebener Sorge und Zuwendung führen, was dem Kind mehr schadet als nutzt. Um psychischen Stress bei Neurodermitis zu vermeiden, haben sich Entspannungstechniken wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Yoga bewährt.

Immunmodulatoren bei Neurodermitis

Die bei der Behandlung von Entzündungen im Rahmen der Neurodermitis häufig verschriebenen Kortisonpräparate können mittlerweile in einigen Fällen durch die Immunmodulatoren Tacrolimus und Pimecrolimus ersetzt werden. Da diese Präparate jedoch teurer als Kortison sind, werden sie derzeit nur verschrieben, wenn die Therapie mit Kortison keine Wirkung zeigt oder die Haut an den betroffenen Stellen dünner wird. Auch wenn Hautstellen betroffen sind, die besonders empfindlich für Nebenwirkungen sind, wie etwa Gesicht, Hals-, Genital- und Leistenbereich, können diese Wirkstoffe bei Neurodermitis verschrieben werden.

Guido Maiwald

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Diagnose Neurodermitis

Die Diagnose von Neurodermitis beginnt mit der Anamnese, also der Befragung des Patienten durch den behandelnden Arzt. Der Arzt wird fragen, inwieweit Allergien beim Patienten oder in seiner Familie bekannt sind, inwieweit der Patient schädlichen Umwelteinflüssen oder Stress ausgesetzt ist und wie sich der Verlauf der Hautveränderungen darstellt. Da in 80 Prozent aller Diagnosen von Neurodermitis Allergien als auslösende Faktoren, sogenannte Triggerfaktoren, festgestellt werden, wird der Arzt in der Regel Allergietests durchführen, um festzustellen, auf welche Stoffe der Patient allergisch reagiert. Stellt der Arzt im Rahmen einer Blutuntersuchung einen erhöhten Spiegel des Immunglobulins E fest, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Diagnose von Neurodermitis.

Therapie Neurodermitis

Die Stillung des Juckreizes, die Pflege der Haut und die Verhinderung allergischer Reaktionen sind die wichtigsten Ansätze bei der Therapie von Neurodermitis. Haben Allergietests nachgewiesen, auf welche Stoffe der Patient allergisch reagiert, so ist er angehalten, den Kontakt mit ihnen zu vermeiden. Bei der Hautpflege haben sich Salben und Cremes mit Harnstoff, auch Urea genannt, bewährt. Auch feuchtigkeitsspendende und rückfettende Cremes sollten bei der Hautpflege eingesetzt werden. Die Reinigung der Haut mit pH-neutralen Produkten ist ebenfalls zu empfehlen. Gegen den Juckreiz können auch feuchte Umschläge helfen. Wichtig ist auch die disziplinierte und tägliche Mitarbeit des Patienten für die Linderung der Symptome.

An der Entstehung von Neurodermitis sind viele Faktoren beteiligt. Die medizinische Forschung ist sich sicher, dass eine genetische Veranlagung, etwa eine Erkrankung der Eltern an Neurodermitis oder anderen Allergien, die Entstehung von Neurodermitis bei Kindern in hohem Maße begünstigt. Neben der Veranlagung können auch bestimmte Umwelteinflüsse auslösende Faktoren sein, sogenannte Triggerfaktoren. Solche Triggerfaktoren für Neurodermitis sind z. B. verschiedene Lebensmittel, Konservierungsstoffe etwa in Kosmetika, Tabakrauch, Dieselabgase, Ozon, Antigene auf der Oberfläche etwa von Haustierhaaren oder dem Kot von Hausstaubmilben. Antigene können von der bereits geschädigten Haut oder über die Atemwege aufgenommen werden und lösen dadurch weitere Reaktionen des Immunsystems aus.